| Teutone seit | 04/2022 |
| Alter | 29 Jahre |
| Funktion: | Betreuer |
| Lieblingsverein | FC Bayern München |
| Beruf: | Fachkraft für Lagerlogistik |
| Hobby (neben Fußball) | Feuerwehr |
„Früher war ich die Mini-Katze“
Stell dich doch bitte kurz vor: Seit wann bist du bei Teutonia Großenlüder und wie kam damals der Wechsel zustande?
Ich bin im April 2022 nach Großenlüder gekommen.
Zuvor warst du bei der Spvgg. Bimbach aktiv. Welche Aufgaben hattest du dort und hast du auch selbst Fußball gespielt?
Dort habe ich in der zweiten Mannschaft gespielt und war gleichzeitig auch als Betreuer tätig.
Was hat dich damals gereizt, nach Großenlüder zu wechseln?
Ich habe mir schon vorher viele Spiele von Großenlüder angeschaut. Irgendwann haben mich dann Krothi und Fabi Lehmann angesprochen, weil viele aus Bimbach wieder nach Großenlüder zurückgekommen sind. Sie haben gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in Lüder als Betreuer einzusteigen.
Nachdem sich die Umstände in Bimbach so entwickelt haben, ist mir die Entscheidung sehr leicht gefallen, nach Großenlüder zu wechseln. Es ist einfach eine geile Truppe mit einem mega Zusammenhalt, auch wenn es mal nicht so läuft. Das macht richtig Spaß.
Du warst zunächst Betreuer der zweiten Mannschaft. Wie hast du diese Zeit erlebt?
Das war ein schöner Einstieg ins Betreuer-Dasein in Großenlüder. Ich durfte direkt einen der größten Erfolge der zweiten Mannschaft miterleben – den Aufstieg in die Kreisoberliga.
Wie kam es dann zum Wechsel in die erste Mannschaft?
Das kam zustande, weil Yowe (Jonas Wenzel) durch seine Arbeit als Fotograf kürzertreten musste. Da ich vorher schon öfter ausgeholfen habe, wurde ich von Sascha Hasenauer angerufen und gefragt, ob ich in der nächsten Saison weitermachen möchte – allerdings mit der Änderung, als Betreuer der ersten Mannschaft. Da musste ich nicht lange überlegen und habe sofort zugesagt.
Was genau sind deine Aufgaben als Betreuer unter der Woche – was fällt alles hinter den Kulissen an?
Man muss schauen, ob genug Wasser und Material da ist, den Sanikoffer überprüfen, Trikots holen und kontrollieren, ob etwas fehlt. Wenn etwas fehlt, muss man es wieder auffüllen oder neu besorgen.
Und wie sieht dein Ablauf an einem Spieltag konkret aus?
Vor dem Spiel müssen die Trikots, Getränke, der Sanikoffer und der Eiskoffer vorbereitet werden. Außerdem wird der Spielbericht mit den Nummern fertig gemacht. Wenn das Schiedsrichtergespann kommt, kümmern wir uns um die Versorgung mit Getränken. Falls sie Mängel an Toren oder Netzen feststellen, müssen diese behoben werden.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Trainern Swen Kopp (1. Mannschaft) und Tim Krüger (2. Mannschaft)? Gibt es Unterschiede oder Gemeinsamkeiten in der Zusammenarbeit?
Natürlich gibt es Unterschiede – das ist ja auch normal. Sonst bräuchte man ja keine neuen Trainer. Bei Swen und Tim gibt es Unterschiede in den Trainingseinheiten und auch in den Spielsystemen im Vergleich zu den Trainern zuvor. Beide leisten aber sehr gute Arbeit und es macht viel Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Du kennst den Verein auch noch aus der Zeit mit den Trainern Francisco Martinez, Adrian Giemza und Dominik Möller. Hat sich aus deiner Sicht in der Zusammenarbeit oder im Umfeld etwas verändert?
Wie schon gesagt, jeder Trainer bringt seine eigene Art mit rein. Dadurch verändern sich natürlich auch Abläufe und Schwerpunkte, aber das gehört im Fußball einfach dazu.
Wie nimmst du aktuell die Stimmung im Team wahr und wie bewertest du den bisherigen Saisonverlauf, auch vor dem Hintergrund, dass beide Mannschaften eng zusammenarbeiten?
Die Stimmung ist bei der ersten Mannschaft gut. Da war vor der Saison schon klar, dass es wieder eine sehr enge Runde wird. Bei der zweiten Mannschaft läuft es aktuell nicht so, wie erhofft. Das liegt unter anderem an der Trainingsbeteiligung und daran, dass einige noch nicht ganz verstanden haben, dass es um den Klassenerhalt geht. Generell haben wir für beide Mannschaften eine recht dünne Kaderbreite, was es für die Trainer nicht einfacher macht – gerade wenn Spieler angeschlagen sind. Das muss sich in Zukunft verbessern.
Welche Ziele habt ihr für die verbleibenden Spiele – sowohl mit der ersten als auch mit der zweiten Mannschaft?
Ganz klar: Klassenerhalt! Bei der ersten Mannschaft mache ich mir da weniger Sorgen, weil die Jungs wissen, worum es geht. Man braucht eine gewisse Punktzahl – ich denke, etwa 42 Punkte, um sicher drin zu bleiben. Bei der zweiten Mannschaft mache ich mir schon mehr Gedanken. Da gibt es einige Punkte, die verbessert werden müssen, damit es am Ende reicht.
Dein Spitzname ist „Katze“ – woher kommt dieser Name?
Der Name kommt noch aus meiner Zeit in Bimbach. Mein Vater war dort jahrelang Betreuer, und auf einer Mannschaftsfahrt bzw. einer Party ist der Name entstanden. Als ich noch klein war, war ich die „Mini-Katze“. Später wurde dann einfach „Katze“ daraus. Und Sebastian Ebert hat mich irgendwann noch „Hello Kitty“ oder einfach „Kitty“ getauft.
Zum Abschluss: Wie schätzt du die Chancen im heutigen Spiel gegen die SG Bronnzell ein und wie lauten deine Tipps sowohl für die Partie der ersten Mannschaft als auch für das Spiel der zweiten Mannschaft am morgigen Samstag (13:00 Uhr) gegen Bronnzell II?
Die Chancen stehen gar nicht so schlecht. Gegen Mannschaften, die vor uns stehen, performen wir meistens gut und nehmen auch Punkte mit. Ich glaube, wir gewinnen das Spiel gegen Bronnzell mit 3:1 – die Punkte bleiben im Lüdertalstadion!
Die zweite Mannschaft spielt gegen Bronnzell II 2:2 unentschieden.

