| Teutone seit | 07/2018 |
| Alter | 33 Jahre |
| Beruf: | Automatisierungstechniker |
| Lieblingsverein | VFB Stuttgart |
| Lieblingsposition: | Offensiv |
| Hobby (neben Fußball) | Schrauben |
„Zusammenhalt und den Kampf annehmen – das ist entscheidend“
Pascal, du bist vor einigen Jahren nach Großenlüder gekommen – wie bist du damals zur Teutonia gestoßen?
Bei mir stand eine berufliche Veränderung bevor, diese hat mich in die Region Fulda gezogen. Meine Freundin hat zu diesem Zeitpunkt schon in Fulda gearbeitet. Durch Freunde haben wir dann eine Wohnung in Bimbach gefunden, dadurch ist dann auch die Verbindung zur Teutonia gekommen und ich habe erste Gespräche geführt und mich dann auch relativ schnell für die Teutonia entschieden.
Was hat dir den Einstieg im Verein erleichtert und warum bist du bis heute geblieben?
Das Mannschaftsgefüge hat einfach gepasst, ich wurde direkt super aufgenommen. Gerade mit den „jungen Wilden“ habe ich mich damals direkt verstanden und das hat mich bis heute bei der Teutonia gehalten.
Du hast lange Zeit zur 1. Mannschaft gehört, bist jetzt aber Führungsspieler der 2. Mannschaft – wie kam es zu dieser Entwicklung?
Zum Teil ist dies altersbedingt, aber auch dem geschuldet, dass ich tatsächlich meine letzten Jahre eher auf einer Position spielen möchte, die mir am meisten Spaß macht. In der Vergangenheit habe ich dort gespielt, wo ich gebraucht wurde, dadurch habe ich es auch geschafft, meinen Platz in der 1. Mannschaft zu erkämpfen.
Wie siehst du aktuell deine Rolle bei der Teutonia – gerade auch als erfahrener Spieler in der 2. Mannschaft?
Ich versuche immer, alles zu geben und so die Mannschaft mitzuziehen, aber auch das Ganze ein wenig zu beruhigen. Viele Spieler sind sehr ungeduldig und nervös und brauchen Führung. Diese Rolle versuche ich einzunehmen.
Du hattest zuletzt auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen – wie ist aktuell deine körperliche Verfassung?
Verletzungen bleiben leider nicht aus. Diese Saison habe ich leider immer wieder Probleme mit meinem Sprunggelenk, welches durch viele Verletzungen schon sehr in Mitleidenschaft gezogen ist. Im Moment macht es leider wieder Probleme, dennoch bin ich momentan in einer körperlich guten Verfassung.
Die 2. Mannschaft steckt aktuell mitten im Abstiegskampf – wie nimmst du die Situation in der Kabine wahr?
Die Stimmung ist gedrückt, aber nicht unbedingt schlecht. Allerdings ist das vielleicht auch ein Problem, ich habe nicht den Eindruck, dass es bei allen angekommen ist, was diese Situation bedeutet.
Ihr steht derzeit auf dem Relegationsplatz – mit etwas Abstand nach unten, aber auch Rückstand nach oben. Wie gehst du persönlich mit diesem Druck um?
Leider ist die Situation alles andere als einfach, ich mache mir sehr oft Gedanken, woran es liegt und was man ändern kann. Persönlich kann ich mit dem Druck sehr gut umgehen, dafür habe ich das schon zu oft mitgemacht.
Was sind aus deiner Sicht die entscheidenden Faktoren, um den Klassenerhalt noch zu schaffen?
Der entscheidende Faktor für diese Situation ist Zusammenhalt und den Kampf anzunehmen. Dazu gehört es, ins Training zu gehen und sich gegenseitig zu helfen. Leider kommt dies in letzter Zeit zu kurz. Auch alles andere hintenanzustellen gehört einfach dazu, ansonsten wird es sehr schwer, aus der Situation herauszukommen.
Auch die 1. Mannschaft kämpft noch um den Klassenerhalt, wenn auch mit etwas besserer Ausgangslage – bekommt man das innerhalb des Vereins stark mit?
Leider ist es in der Gruppenliga immer eng und so kannst du mit zwei Siegen oben und mit zwei Niederlagen unten dabei sein, man gewöhnt sich schon fast daran. Man bekommt es mit, aber ich denke, es ist noch nicht so akut.
Du bist immer wieder auch bei der 1. Mannschaft im Einsatz – wie wichtig ist es gerade in dieser Phase, mannschaftsübergreifend zusammenzuhalten?
Gerade das macht Großenlüder aus, dass es hier keine Trennung gibt. Wir sind eine große Mannschaft, anders würde es momentan auch nicht funktionieren. Wir haben oft nicht mal genug Spieler, um beide Mannschaften mit 15 Spielern zu bestücken, das heißt, es müssen Spieler zwangsläufig doppelt spielen.
Mit Tim Krüger und Swen Kopp sind seit dieser Saison zwei neue Trainer im Amt – welchen Einfluss haben sie gerade in dieser schwierigen Saisonphase?
Die zwei arbeiten sehr gut zusammen und ergänzen sich super, das ist gerade bei der kleinen Kaderbreite essenziell wichtig. Die aktuelle Saisonphase benötigt vor allem Zusammenhalt und das vermitteln die zwei sehr gut. Beide sind Teil der Mannschaft und nehmen sich hier nicht raus.
Du hast auch schon unter Trainern wie Adrian Giemza, Francisco Martinez, Dominik Möller oder Frank Atzler gespielt – was hat dich in deiner Entwicklung am meisten geprägt?
Die Zeit bei Francisco hat mich am meisten geprägt, gerade auch aufgrund der Dauer. Die Trainings waren immer sehr auf Schnelligkeit mit Ball ausgelegt, was zum einen sehr viel Spaß gemacht hat und zum anderen auch die Reaktion verbessert hat.
Wenn du auf deine Zeit bei der Teutonia zurückblickst: Was waren deine größten sportlichen Erfolge oder emotionalsten Momente?
Die Saison 21/22 war einer der größten sportlichen Erfolge mit der Teutonia. Der emotionalste Moment war definitiv der Last-Minute-Klassenerhalt im Jahr 2019.
Was gibt dir die Zuversicht, dass die Teutonia – sowohl Erste als auch Zweite – die Klasse halten kann und wie tippst du die Partien gegen SG Bad Soden II und DJK Buchonia Fulda?
Die Qualität ist da, die Erste wird ihre Siege holen. Bei der zweiten Mannschaft zeigt die Formkurve nach den Spielen gegen Bronnzell II und Bimbach auch nach oben. Beide Mannschaften werden gewinnen und wir werden einen Sechs-Punkte-Sonntag sehen. Die erste Mannschaft gewinnt das Spiel 2:1 und die zweite Mannschaft gewinnt 3:1.

