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Im Interview: Jakob Schneider

Teutone seitBambinis
Alter28 Jahre
BerufHeilerziehungspfleger
LieblingsvereinDonnerstagsgruppe e. V.
LieblingspositionInnenverteidiger
Hobbys (neben Fußball)Volleyball, Joggen, Radfahren

„Wir werden im letzten Spiel nochmal alles reinwerfen“

Teutonia-Innenverteidiger Jakob Schneider spricht über den Abstiegskampf, seine bittere Verletzung und den entscheidenden letzten Spieltag in der Gruppenliga Fulda.


Jakob, die Situation vor dem letzten Spieltag ist klar: Nach der Niederlage in Schlüchtern steht die Teutonia auf einem direkten Abstiegsplatz. Wie geht die Mannschaft aktuell mit dieser Situation um?

Die Situation ist natürlich nicht leicht, gerade weil wir uns in Schlüchtern mehr erhofft hatten, um es jetzt am letzten Spieltag noch selbst in der Hand zu haben. Trotzdem bringt es nichts, jetzt den Kopf hängen zu lassen. Wir werden im letzten Spiel nochmal alles reinwerfen und bis zum Schluss daran glauben.


Mit dem ESV Hönebach wartet heute ein bereits abgestiegener Gegner. Nach nur drei Punkten in der Hinrunde haben die Gäste inzwischen starke 27 Punkte auf dem Konto – ein beeindruckender Turnaround. Was erwartest du für ein Spiel?

Gegen die körperlich robuste Mannschaft aus Hönebach wissen wir, was auf uns zukommt. Wir kennen die Jungs ja schon seit ein paar Jahren. Es hat mich sehr gewundert, dass sie in der Hinrunde so wenige Punkte geholt haben, weil sie doch auch eine hohe Qualität im Kader haben. Gerade das Hinspiel war für uns alles andere als leicht. Deshalb erwarte ich ein schweres Spiel, in dem wir nichts geschenkt bekommen. Trotzdem muss man uns einfach ansehen, dass es für uns noch um alles geht und wir dementsprechend alles reinwerfen.


Vier Mannschaften kämpfen noch um die letzten Plätze im Tabellenkeller. Beschäftigt man sich vor dem letzten Spieltag automatisch auch mit den anderen Ergebnissen – oder versucht man, komplett auf das eigene Spiel zu schauen?

Klar schaut man auch mal auf die anderen Plätze und Ergebnisse, das lässt sich am letzten Spieltag wahrscheinlich nicht vermeiden. Gerade im Vorhinein werden ja von vielen sämtliche Konstellationen durchgerechnet, wobei ich eigentlich kein großer Freund von diesen Rechenspielen bin. Am Ende bringt es uns nichts, wenn wir nicht erstmal unsere eigenen Hausaufgaben lösen. Deshalb sollte der Fokus ganz klar auf unserem Spiel liegen. Wenn wir das hoffentlich erfolgreich gestalten, können wir danach schauen, wie die anderen gespielt haben.


Du selbst wirst heute verletzungsbedingt fehlen. Wie bitter ist es für dich persönlich, ausgerechnet im vielleicht wichtigsten Saisonspiel nicht auf dem Platz helfen zu können?

Für mich persönlich ist es natürlich brutal bitter, gerade in der aktuellen Situation. Wenn man nur von außen zuschauen kann und der Mannschaft auf dem Platz nicht helfen kann, ist das schon schwer. Die letzten Tage waren deshalb schon schwierig, weil man weiß, dass man selbst nicht eingreifen kann. Auf dem Platz hat man zumindest das Gefühl, noch etwas beeinflussen zu können – von außen bleibt einem nur, die Jungs bestmöglich zu unterstützen.


Beim 3:2-Heimsieg gegen die SG Oberzell/Züntersbach hast du dich am Sprunggelenk verletzt. Wie schwer wiegt die Verletzung?

Es ist wohl ein Außenband im Sprunggelenk gerissen.


Neben dir fehlt mit Hendrik Auth ein weiterer wichtiger Führungsspieler. Wie schwierig ist es aus deiner Sicht, diese Ausfälle in einem solchen Spiel aufzufangen?

Ja, natürlich fehlt uns Hendrik durch seine Sperre enorm, gerade weil er im Aufbauspiel extrem wichtig für uns ist. Trotzdem gilt es jetzt einfach, dass die anderen Jungs, die dafür in die Bresche springen, das gemeinsam auffangen.


Du giltst als Führungsspieler und wichtiger Bestandteil der Innenverteidigung. Wie versuchst du, die Mannschaft trotz deiner Verletzung in dieser entscheidenden Phase zu unterstützen?

Das ist natürlich deutlich schwieriger, als wenn man selbst auf dem Platz steht. Trotzdem habe ich versucht, mich im Training immer blicken zu lassen und der Mannschaft irgendwie zur Seite zu stehen. Gerade jetzt geht es darum, sich gegenseitig zu pushen und zusammenzuhalten.


Was wird aus deiner Sicht heute entscheidend sein – sowohl mental als auch auf dem Platz –, damit die Teutonia die nötigen Punkte holen und den Klassenerhalt noch schaffen kann?

Entscheidend wird sein, dass wir uns zwar unserer Situation bewusst sind, aber trotzdem möglichst befreit aufspielen. Wir müssen uns einfach vor Augen führen, was wir als Mannschaft können. Wenn wir dann unsere eigenen Hausaufgaben erledigen, können wir anschließend schauen, was auf den anderen Plätzen passiert ist und ob es am Ende gereicht hat.


Die erste und zweite Mannschaft trainieren eng zusammen. Wie verfolgst du die Entwicklung der zweiten Mannschaft, die sich in den vergangenen Wochen eine gute Ausgangslage erarbeitet hat, aber ebenfalls noch nicht gesichert ist?

Ja, dadurch, dass wir zusammen trainieren, gibt es diese klare Trennung zwischen erster und zweiter Mannschaft bei uns eigentlich gar nicht so sehr. Deshalb bekommt man natürlich auch direkt mit, was die zweite Mannschaft in den letzten Wochen geschafft hat. Darauf können die Jungs auf jeden Fall stolz sein, weil sie sich eine gute Ausgangslage erarbeitet haben. Trotzdem dürfen sie sich darauf jetzt natürlich nicht ausruhen.


Auch die zweite Mannschaft steht am Sonntag bei der SG Lüder-Schwarzatal noch einmal unter Druck. Was traust du dem Team im Saisonfinale zu?

Für die zweite Mannschaft ist die Ausgangslage natürlich eine ganz andere, weil sie es selbst in der Hand hat. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gezeigt, was sie kann, und daran gilt es jetzt einfach anzuknüpfen. Auch wenn Lüder-Schwarzatal bereits abgestiegen ist, darf man die Mannschaft trotzdem nicht unterschätzen. Jetzt geht es darum, noch den letzten entscheidenden Schritt zu gehen.


Zum Abschluss: Deine Tipps für den heutigen letzten Spieltag – wie endet das Spiel der Teutonia gegen den ESV Hönebach, reicht es am Ende für den Klassenerhalt – und wie lautet dein Tipp für die zweite Mannschaft gegen die SG Lüder-Schwarzatal? Mein Tipp ist ein 2:1 für uns gegen Hönebach. Ob es am Ende für den Klassenerhalt reicht, werden wir dann sehen – hoffen tun wir es natürlich alle. Bei der zweiten Mannschaft tippe ich auf ein 3:1 für uns.