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Im Interview: Swen Kopp

Teutone seit2007 (und ein Jahr in den 90ern)
FunktionTrainer 1. Mannschaft
BerufTeamleiter Softwareentwicklung
LieblingsvereinFC Bayern München
Lieblingsposition6er
Hobbys (neben Fußball)Gibt es ein Leben neben dem Fußball? Wow!

„Das Team muss sich nicht neu erfinden, es muss nur die richtigen Dinge konsequent besser machen!“

Der Abstieg nach 18 Jahren Gruppenliga schmerzt noch immer. Im Interview spricht Trainer Swen Kopp über die Lehren aus der vergangenen Saison, die Vorbereitung, die Ziele in der Kreisoberliga und warum er trotz des schwierigen Starts optimistisch in die Zukunft blickt.


Swen, deine erste Saison als Trainer der Teutonia liegt hinter dir. Mit etwas Abstand: Wie blickst du auf dein erstes Jahr in Großenlüder zurück?

Es war ein lehrreiches, aber auch sehr intensives Jahr, das viel Kraft und Nerven gekostet hat.


Der Abstieg nach 18 Jahren Gruppenliga war für den gesamten Verein eine große Enttäuschung. Was waren aus deiner Sicht die wichtigsten Erkenntnisse aus der vergangenen Saison?

Die Saison 2025/26 war sportlich enttäuschend. Sie liefert jedoch gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft – sowohl für das Team als auch für den Verein. Der Abstieg macht deutlich, dass Erfolg nicht allein von individueller Qualität abhängt.

Entscheidend sind vielmehr eine hohe Trainingsverbindlichkeit, eine ausreichende Kadertiefe, konstante Leistungen, Führung (auch aus dem Verein heraus 😉), mentale Stärke und eine gemeinsame Identität. Das Team muss sich nicht neu erfinden, es muss „nur“ die richtigen Dinge konsequent besser machen!


In der Sommerpause gab es auch Veränderungen im Kader. Wie zufrieden bist du mit den Neuzugängen und traust du ihnen zu, die Abgänge aufzufangen?

Ich bin mit den Neuzugängen sehr zufrieden. Sie haben sich schnell integriert und bringen definitiv die Qualität mit, die Abgänge aufzufangen.


Die Vorbereitung liegt hinter euch. Wie zufrieden warst du mit der Arbeit deiner Mannschaft und worauf habt ihr in den vergangenen Wochen besonderen Wert gelegt?

Die Mannschaft hat sehr engagiert gearbeitet. Unser Fokus lag auf Fitness, Stabilität und Zusammenspiel. Wenn ich etwas zu bemängeln habe, dann ist es die Trainingsverbindlichkeit, die besser werden muss. Wir sind allerdings Amateure und mit diesem Thema müssen heutzutage fast alle Vereine lernen, umzugehen.


Zum Saisonauftakt gab es eine 0:2-Niederlage gegen den ambitionierten RSV Petersberg, der in der vergangenen Saison den Aufstiegsrelegationsplatz nur knapp verpasst hat. Welche Erkenntnisse hast du aus diesem Spiel mitgenommen?

Wir haben gegen einen sehr jungen und starken Gegner gespielt, der mit Sicherheit eine entscheidende Rolle in diesem Jahr einnehmen wird. Die Niederlage ist enttäuschend, aber sie hat auch gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Gleichzeitig wurde deutlich, in welchen Bereichen wir noch konsequenter werden müssen.


Nach dem ersten Spieltag ist es sicher noch früh für ein Fazit. Welche Unterschiede erwartest du zwischen der Kreisoberliga und der Gruppenliga?

Die Kreisoberliga ist fußballerisch eben eine Klasse niedriger, aber sehr körperbetont und oft von hoher Intensität geprägt. Hier muss man in jedem Spiel bereit sein, alles abzurufen. Die Tatsache, dass wir kein Schiedsrichtergespann mehr haben, macht die Lage auch nicht einfacher und muss schnell akzeptiert werden.


Nach dem RSV Petersberg wartet heute mit der SG Ehrenberg direkt der nächste schwere Brocken. Die Gäste haben in der vergangenen Saison den Aufstieg erst in der Relegation verpasst. Was erwartest du von dieser Partie?

Ehrenberg gehört zu den stärkeren Teams der Liga, auch wenn das erste Spiel verloren ging. Wir erwarten ein intensives Spiel und wollen mit Einsatz, Disziplin und Teamgeist dagegenhalten.


Welche Ziele hast du dir mit der Mannschaft für die neue Saison gesetzt? Geht es zunächst darum, sich in der Kreisoberliga zu stabilisieren oder blickst du auch auf die obere Tabellenhälfte?

Nach der letzten Saison wird es wichtig sein, zunächst in der Liga anzukommen und die Gegebenheiten anzunehmen. Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, wollen wir natürlich auch in der oberen Tabellenhälfte mitmischen und uns dort stabilisieren.


Die Mannschaft ist im Kern zusammengeblieben. Wie wichtig ist dieser Zusammenhalt für den Neustart nach dem Abstieg?

Der Zusammenhalt ist enorm wichtig. Gerade nach dem Abstieg ist eine starke Gemeinschaft die Grundlage für einen erfolgreichen Neustart. Ich denke, dass uns hier auch das Trainingslager in Österreich noch enger zusammengeschweißt hat.


Die erste und zweite Mannschaft arbeiten weiterhin eng zusammen. Welche Bedeutung hat diese Zusammenarbeit aus deiner Sicht für die Entwicklung des gesamten Vereins?

Überspitzt gesagt, ist es Fluch und Segen. In manchen Trainingseinheiten leidet die Qualität, aber gleichzeitig würde es ohne diese enge Zusammenarbeit nicht funktionieren. Was ich dem Verein mitgeben kann, ist, dass wir eine bessere Kaderplanung benötigen, denn beide Mannschaften sollen auch bei Ausfällen dauerhaft konkurrenzfähig bleiben. Bedeutet: Wir müssen die Kaderbreite gezielt erhöhen. Gerne möchte ich hier auch die Arbeit mit Tim hervorheben. Bei allem Stress und auch im Speziellen mit dem enttäuschenden Abstieg war diese Zusammenarbeit sehr konstruktiv und hat mir definitiv großen Spaß gemacht. Ich hoffe, er sieht das genauso… 😉


Abschließend: Was möchtest du den Zuschauern vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison mit auf den Weg geben?

Wir freuen uns auf die Unterstützung unserer Fans. Die Mannschaft wird alles geben, um gemeinsam mit den Zuschauern erfolgreiche Heimspiele zu erleben.