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Interview mit Henrik Ziegler

Teutone seit2006
Alter24
BerufDiplom-Finanzwirt
LieblingsvereinBorussia Dortmund
LieblingspositionMittelfeld
Hobbys (neben Fußball)Kraftsport, Zeit mit Freunden

„Bei der Ersten geht’s jetzt um alles“

Henrik Ziegler hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe der Teutonia entwickelt. Im Interview spricht er über seine persönliche Entwicklung, den engen Zusammenhalt im Verein und die entscheidenden letzten Spiele der Saison.


Henrik, du gehörst inzwischen zu den festen Größen der ersten Mannschaft. Wie bewertest du deine persönliche Entwicklung in den vergangenen Monaten und Jahren?


Gerade die Entwicklung in den letzten zwei Jahren war für mich persönlich extrem wichtig. Ich hatte das Glück, verletzungsfrei zu bleiben und viel Spielzeit zu bekommen. Durch die vielen Einsatzminuten habe ich mich deutlich weiterentwickeln können, gerade was die Arbeit gegen den Ball angeht – aber natürlich ist immer noch Luft nach oben.


Woran möchtest du in deinem eigenen Spiel noch arbeiten, um den nächsten Schritt zu machen?

Vor allem will ich noch ruhiger am Ball werden. Ich neige dazu, Sachen zu überhasten – da muss ich noch cooler werden. Mental will ich einfach abgeklärter werden: Wenn mir mal ein Fehler passiert, darf mich das nicht direkt runterziehen.


Wie läuft aktuell die Zusammenarbeit mit Trainer Swen Kopp und wie nimmt die Mannschaft seine Art gerade in dieser schwierigen Saisonphase an?

Meiner Meinung nach funktioniert die Zusammenarbeit gut. Ich kenne Swen ja schon aus meiner A-Jugendzeit, wo er uns jungen Spielern einiges für den Seniorenfußball mit auf den Weg geben konnte. Er ist jemand, der die Dinge direkt anspricht, wenn ihm etwas nicht passt, und ich glaube, das ist genau das, was der eine oder andere auch mal braucht. Er steht trotzdem immer voll hinter uns und pusht uns, an uns und unser Können zu glauben.


Die erste und zweite Mannschaft trainieren eng zusammen. Wie wichtig ist dieser Zusammenhalt aktuell innerhalb des gesamten Teams?

Natürlich sehr wichtig! Im Moment befinden sich beide Mannschaften noch in einer entscheidenden Phase. Da ist es nun mal essenziell, dass alle an einem Strang ziehen, gerade auch weil der Kader nicht so riesig ist.


Die zweite Mannschaft hat sich mit zuletzt drei Siegen in Serie zurückgemeldet und enormen Kampfgeist gezeigt. Gibt das vielleicht auch der ersten Mannschaft zusätzlich Motivation für den Saisonendspurt?

Ich freue mich total für die Zweite und vor allem für Trainer Tim Krüger. Er hängt sich total rein und investiert viel, da ist es top, dass das jetzt auch endlich mal belohnt wird. Klar gibt uns das im Training einen Impuls, aber ganz ehrlich: Die Motivation bei uns muss mittlerweile so oder so da sein. Bei der Ersten geht’s jetzt um alles – da muss jeder wissen, was die Stunde geschlagen hat.


Die Teutonia steht trotz vieler ordentlicher Leistungen inzwischen auf einem direkten Abstiegsplatz. Wie erklärst du dir die aktuelle Situation in der engen Gruppenliga Fulda?

Wie eigentlich jedes Jahr liegen die Mannschaften in der Gruppenliga eng beieinander und jeder schlägt jeden. Unser Hauptproblem ist eigentlich, dass wir oft unentschieden gespielt haben. Wir zeigen zwar meistens ordentliche Leistungen und halten gut mit, aber mit einem Punkt machst du in der Tabelle halt keine großen Sprünge. Wenn wir zwei oder drei dieser Remis in Siege verwandelt hätten, stünden wir jetzt ganz anders da.


Nur noch drei Spiele stehen aus. Wie nimmst du aktuell die Stimmung innerhalb der Mannschaft wahr?

Bei nur noch drei Spielen ist der Druck natürlich voll da. Klar grübelt man da auch mal – das ist ja auch völlig normal. Dennoch versuchen wir, das im Training und in den Spielen auszublenden. Wir wollen jetzt einfach alles reinhauen, was noch im Tank ist, damit wir die Saison am Ende positiv über die Bühne bringen.


Was wird aus deiner Sicht in den letzten Spielen entscheidend sein, damit der Klassenerhalt noch geschafft wird?

Am Ende wird es vor allem Kopfsache sein. Wir dürfen nicht anfangen, zu viel nachzudenken, sondern müssen als Einheit auf dem Platz auftreten. Wir müssen bereit sein, uns füreinander aufzuopfern. Wenn wir diese Leidenschaft in den letzten drei Spielen auf den Platz bringen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir die notwendigen Punkte holen.


Zum Abschluss: Wie lauten deine Tipps für die heutigen Spiele der Teutonia Großenlüder gegen die SG Oberzell/Züntersbach sowie der zweiten Mannschaft gegen die FSG IHBU?

Meine Tipps sind bei der 1. Mannschaft 2:0 und bei der 2. Mannschaft 2:1.